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"Und in Wahrheit seid ihr die Anzeichen. Ihr seid der Katalysator. Ihr seid das Ergebnis. Es ist die Hingabe in den Seinszustand der Liebe, und sonst nichts. Und durch dieses Erscheinen, wie der Phönix aus der Asche, wird der Meister, der Mitschöpfer, der Katalysator bereit sein, den anderen bei ihrer Geburt zu assistieren."
Erzengel Michael


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Mittwoch, 8. Februar 2017

Das Deutsche Kaiserreich von 1871

Vor sehr langer Zeit, in den 930er Jahren, herrschte der Sachsenkönig Otto I. in dem Gebiet westlich von Elbe und Saale bis Lothringen, im Norden bis West-Holstein, im Süden bis in die Lombardei. Otto war ein guter Herrscher und davon beseelt, das Christentum im Osten zu verbreiten.

Germania © s.u.
Verbreiten bedeutete damals jedoch Angriff und Unter- werfung. Er überfiel das Volk der Heveller, die zwischen Elbe und Oder lebten und der alten Religion huldigten, und nahm ihren Fürst Tugomir für 20 Jahre als Geisel. Ebenso kämpften die Sachsen im Norden gegen die Obodriten (Ostholstein und Mecklenburg). In reiferen Jahren wurden Otto und Tugomir Freunde, er gab ihm die Freiheit zurück, und sie beschlossen, andere Völker nicht mehr zu unterwerfen – sie sahen ein, daß man durch Cooperation seine Ziele besser erlangt.

Diese Anfänge des zukünftigen Deutschlands zeigen womöglich, daß die Ursprünge der Menschen links und rechts der Elbe von jeher sehr verschieden waren. Es ist seltsam, daß die Deutschen später an fast der glei- chen Linie getrennt wurden, und sich der Osten noch- mals unterwerfen mußte – was sich Wiedervereinigung nannte.

So hat die Entstehung des Deutschen Kaiserreiches eine lange Vorgeschichte: im Grunde über 1000 Jahre alt, erlebte es Blüte und Niedergang in mehrfacher Wiederholung. Immer wieder wurde es gegen andere ausgespielt, in Verstrickungen gezogen, oder hat selbst die Macht beansprucht.

Deutschland 10. Jrht. © s.u.
Die französische Regentschaft Napoleons formte ein ganz neues Europa, wo er nach dem Sieg über Preußen und Österreich viele kleine Vasallenstaaten einrichtete, wie das Königreich Westphalen und weitere Fürsten- tümer, deren Throne er mit Angehörigen seiner Familie besetzte. Im Ergebnis hatte Napoleon damit das Heilige Römische Reich Deutscher Nation ausgeschaltet, große Teile seines Territoriums annektiert und in drei Teile aufspalten können: Rheinbund, Preußen und Österreich.

Erst nach Napoleons Niederlage in Russ- land 1812 konnten sich Preußen und Öster- reich verbünden, und mit Russland zusam- men die Franzosen vertreiben. Im Wiener Kongress 1814-15 wurden die alten monar- chischen Herrschaftsverhältnisse weitgehend restauriert. Dennoch war Deutschland zerfal- len, und im Deutschen Bund organisierten sich 38 deutsche Staaten, von Frankfurt aus regiert. Zum Hambacher Fest 1832 trafen sich über 30.000 Menschen, die eine Vereinigung forderten, und zum ersten Mal tauchte die deutsche Fahne in den Farben Gold-Rot-Schwarz auf.

Im März 1848 erhoben sich die Menschen, der damalige preußische König Friedrich IV. gab nach und akzeptierte die Frankfurter Nationalversammlung. Diese arbeitete die Paulskir- chen-Verfassung aus, die Deutschland in eine geeinte konstitutionelle Monarchie umgewandelt hätte – aber Friedrich lehnte sie ab, ebenso wie die ihm angetragene Kaiserkrone. Der Maiauf- stand 1849 wurde 3 Monate später niedergeschlagen, es war das vorläufige Ende der demokra- tischen Bewegung und führte zu Flucht und Auswanderung.

Nach dem Tod seines Bruders Friedrich Wilhelm IV. bestieg Wilhelm I. (*22.03.1797 – 09.03. 1888) am 2. Januar 1861 den preußischen Thron. Die prachtvolle Krönungsversammlung Wilhelm I. fand in der Schlosskirche von Königsberg statt. Seine Mutter war übrigens die überaus beliebte Luise von Mecklenburg-Strelitz, vom Volk auch zärtlich 'Mutter der Nation' genannt. Sie war es auch, die den Mut hatte, Napoleon I. nach der preußischen Niederlage eigens zu einem Gespräch zu bitten, um das Land zu verschonen – vergebens (es gibt eine sehr schöne zdf-Doku über sie).

Nach der gescheiterten Revolution gerieten Preußen und Österreich um die Vormachtstellung im Deutschen Bund aneinander, was 1866 zum Krieg führte. Nach dem Sieg Preußens wurde der Deutsche Bund aufgelöst, Preußen annektierte viele deutsche Gebiete, sodaß sich die Zahl der deutschen Staaten verringerte. Noch 1866 wurde der Norddeutsche Bund gegründet, der am 1. Juli 1867 eine Verfassung bekam.

Dann begann 1870 der Deutsch-Französische Krieg, der eigentlich völlig überflüssig war (sind sie das nicht alle?). Der Grund war ein Streit um die Frage einer spanischen Thronkandidatur eines Hohenzollernprinzen. Der preußische Ministerpräsident Otto von Bismarck ließ die berühmte 'Emser Depesche' in provokant verkürzter Form veröffentlichen, mit der er darüber informiert wurde, daß König Wilhelm I. die französischen Forderungen abgelehnt hatte. Auf beiden Seiten gab es nationalistische Empörung, und veranlaßte den französischen Kaiser Napoleon III. am 19. Juli 1870 zur Kriegserklärung an Preußen.

Deutsches Reich 1871-1918 © s.u.
Napoleon III. rechnete nicht damit, daß Preußens Verbündete, die vier süd- deutschen Staaten, an dessen Seite kämpften, und so wurden die Franzosen innerhalb weniger Wochen besiegt, Napoleon wurde gefangen genommen, und in Frankreich wurde die Dritte Re- publik ausgerufen.

Erst nach dem Fall von Paris im Februar 1871 fand sich Frankreich zum Vorfrieden von Versailles bereit. Der Krieg endete offiziell am 10. Mai 1871 mit dem Frieden von Frankfurt, bei dem Frankreich das Gebiet Elsaß-Lothringen an Deutschland verlor.

So begann das Deutsche Kaiserreich. Es wurde am 18. Januar 1871 von König Wilhelm I. ausgerufen, was gleichzeitig seine Pro- klamation zum Kaiser war, und zwar noch während des Krieges, und ausgerechnet im Spiegel- saal von Versailles, dem so geschichtsträchtigen Ort Frankreichs. Das war eine außerordent- liche Provokation und vor allem eine Demütigung – was nie hätte passieren dürfen. Ein Reich gehört im eigenen Land ausgerufen, wo es auch hingehört. Doch ist es so geschehen, und wir können uns denken, daß für Frankreich die Angelegenheit nicht erledigt war, zuviel Ungelöstes blieb zurück. Aber im Grunde hatten die Übergriffe Napoleons I. bereits die Ursachen für den lange andauernden Konflikt gelegt, der sich weit ins 20. Jahrhundert erstreckte.

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Es gibt widersprüchliche Aussagen darüber, welches Horoskop für Deutschland gültig ist. Meist wird das Radix der Wiedervereinigung 1990 verwendet, was ich auch bisher nutzte, oder die Gründung der Bundesrepublik 1949. Fakt ist jedoch, daß das Kaiserreich nach wie vor existiert – sogar bestätigt vom Bundesverfassungsgericht – es ruht nur in seiner Geschäftsfähigkeit. Wir könnten es im Grunde wieder aktivieren, über eine Nationalversammlung des Volkes, das über eine neue Verfassung zu entscheiden hat. Aber genau das ist der Mehrheit des Volkes gar nicht bekannt, und die heute Regierenden hüten sich, das zu sagen. Aus diesem Grund müßten wir das Radix des Kaiserreiches als Haupthoroskop betrachten, und die anderen als Nebenhoros- kope – das ist mir aber auch erst seit einiger Zeit klar.

SP = Spiegelpunkt, ← = rückläufig, GZ = Galaktisches Zentrum
Kaiserreich Deutschland 1871
Es geht um Kommunikation (AC im Zwilling), und in diesem Fall um eine Verkündung oder auch Proklamation (Merkur H1 in 9). Merkur ist 'verbrannt', weil er zu dicht an der Sonne steht, was im Grunde passt zu der unüblichen Vorgehensweise der Proklamation. Zudem ist Merkur ←, man hätte darüber noch nachden- ken sollen, oder sogar die Verkündung revi- dieren. Sie findet im Ausland statt (Sonne + Merkur in 9), und das ist nie gut für ein Land, weil es damit nicht genügend Stärke für das eigene Land hat. Das Ganze findet unter Regeln und Gesetzen statt, die man dem fremden Territorium aufgedrückt hat (Saturn H9 + H8 in 8), und damit haben wir uns geschadet, denn es wird noch während der Verkündung zu einer karmischen Altlast (Saturn am Südknoten) – die uns dann ja später in beiden Weltkriegen um die Ohren flog. Im Grunde wurde damit gegen die guten Sitten verstoßen, hier sogar die göttlichen Gesetze mißachtet (Varuna + Orcus + Saturn am Südknoten). Es war noch mitten im Krieg, der viele Tote und Schmerz verursacht hat (Saturn Qu. Mars + Chiron). Und es war nicht gut für das deutsche Volk, das offensichtlich später darunter zu leiden hatte (Saturn SP Mond). Es wurden ja damit Grenzen anderer über- schritten (Mond H2 SP Saturn), und vielleicht ist so besser zu verstehen, warum wir heute noch ein Problem mit unseren Grenzen haben. Dieses Beispiel zeigt natürlich, daß es nie gut ist, andere Länder zu unterwerfen.

Das Militär spielte in damaliger Zeit eine große Rolle, und das preußische Heer war für strenge Disziplin bekannt (Saturn H8 in 8). Fürst Bismarck als 1. Reichskanzler war dabei ein treuer Diener des Kaisers, setzte aber auch viele Neuerungen durch, so erblühte unter ihm die Wirt- schaft, wofür mehrere Faktoren zuständig sind.

Zum Einen waren die Deutschen generell sehr kontaktfreudig mit anderen Nationen (Merkur H1 in 9, Mond in 7), diese aber auch mit uns (Jupiter H7 in 1). Man investierte gern im Ausland (Mond H2 in 7), und das ganz offen und großzügig (Mond im Schützen), was uns viel Wert- schätzung einbrachte (Jupiter H7 in 1). Zum Anderen gab es damals einen Boom von Erfin- dungen, wobei man schon von 'Erfindergeist' sprechen kann (Uranus in 3). Und dann haben wir noch die Fähigkeit, wirtschaftlichen Reichtum und Erfolg 'wie aus dem Nichts' zu generieren (Pluto im Stier in 12 Qu. Venus am MC), und diese wird sofort kreativ umgesetzt (Mars H12 in 5). Es war die Zeit der Goldgräber, und eine entsprechende Aufbruchsstimmung.

Diese Eigenschaften wurden später unter Wilhelm II. im damals wohl größten Projekt deutlich: der Bagdad-Bahn. Wilhelm, der sehr gute Beziehungen in den Nahen Osten pflegte, hatte den Traum, eine Bahnverbindung zwischen Berlin und Bagdad entstehen zu lassen. Das hätte na- türlich die Handelsbeziehungen revolutioniert, weil praktisch damit die alte Seidenstraße leben- dig geworden wäre. Die Bahnstrecke war fast fertiggestellt, es fehlte noch der Teilabschnitt durch Serbien. Dann geschah das Unfaßbare, der österreichische Thronfolger wurde in Serbi- ens Hauptstadt Sarajevo erschossen. Warum wohl? Es gab und gibt Neider, die uns eine gute Wirtschaft nicht gönnen, und um ihre eigene fürchten. Wilhelms Beistandspakt mit Österreich war der Grund, warum wir überhaupt in den WW1 eintraten.

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An diejenigen, die Deutschland abermals wirtschaftlich wie sozial plattmachen möchten:
ihr hättet es so viel einfacher haben können, mit wesentlich weniger Aufwand, indem ihr uns einfach unsere ganze Souveränität zurückgegeben hättet. Dann hätten wir irgendein Horoskop aus der Neuzeit, mit dem wir uns leistungsmäßig schlicht zu den anderen gesellt hätten, und vor allem hätte dann Pluto nicht im Stier gestanden, der Garant für unsere 'Steh-auf-Männchen'- Mentalität. So aber, solange das Kaiserreich-Radix noch wirkt, werden wir die Wirtschaftskraft nie gänzlich verlieren, und selbst nach einem Totalbankrott sehr schnell wieder vorne sein. Im Übrigen ist Neid kein guter Ratgeber, er zeugt von Verlustangst. Könntet ihr euch durchringen zu einer Win-Win-Situation durch Cooperation? Es ist allgemein bekannt, daß dies besser funktioniert...
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Durch die Proklamation im damals besetzten Paris haben wir uns einen Übergriff geleistet, der in der Folge starke Einschränkungen für das Volk bedeutete (Saturn H8 + H9 SP Mond), wie auch immer wieder Angriffe aus heiterem Himmel (Mars H12 in 5). Das Volk wurde und wird dadurch ins Schleudern gebracht, in eine Krise – andererseits gibt es eine starke Verbindung zum Wissen des Herzens (Mond Konj. GZ). Außer dem deutschen Volk hat nur Russland eine ganz ähnliche Verbindung, und das ist auch der Grund, warum man unseren Kontakt zu ver- hindern sucht – aber genau diese russisch-deutsche Einigkeit würde dem ganzen eura- sischen Kontinent Frieden bringen!

Gerade läuft Saturn über den deutschen Mond, und wird das ganze Jahr über dort pendeln. Es wird eine Prüfung für uns, egal was geschieht, im Herzen zu sein und zu bleiben, was nicht be- deutet, nur Licht und Liebe auszustrahlen. Sondern wir haben gut zu schauen, wo sind unsere Grenzen? Wo die Grenzen der anderen? Und wenn es sein muß, auch Grenzen zu setzen (Mond ist H2!). Als Saturn das letzte Mal über den Mond lief – 1988/89 – hatten wir auch so eine Prüfung. Hinzu kam, daß damals auch Uranus mit über den Mond pendelte, und es ging darum, sich aus unterdrückenden Zuständen zu befreien. Dann fiel die Mauer. Aber heute müssen wir ohne Uranus auskommen, das heißt, wir lernen jetzt etwas über Grenzen, sprichwörtlich und konkret.

Krönung Wilhelms I. in Königsberg 1861 © s.u.
Wir hatten damals – 1871 – eine starke Herzenskraft (Löwe am IC), die aber durch die leichtsinnige Proklamation in Frankreich quasi abgegeben wurde (Sonne H4 in 9). Es war im Grunde auch ein Verrat (Sonne-Uranus), mit dem sich Kaiser Wilhelm I. selbst entwürdigt hat (Sonne-Neptun), und damit auch uns.

Vielleicht waren seine Beweggründe Rache für Napoleon I., der auch seine Mutter demütigte. Aber ein wahrer Kaiser darf sich keine Rache leisten, weil sie ein Bumerang ist, und letzt- endlich auf das Volk zurückschlägt.

Das Kaiserreich wurde 1919 mit dem Friedensvertrag von Versailles praktisch lahmgelegt, zu sehen als direkte Neptun-Auslösung im 49-J-Geschichtsrhythmus. Neptun-Uranus, der Schock, der uns anscheinend heute noch in den Knochen sitzt. Das Radix der Wiedervereinigung hat auch eine Neptun-Uranus Konjunktion, also ist der Schock immer noch nicht gelöst. Der Weg heraus wird nur über die Wahrheit möglich sein.

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Quellen- und Bildnachweis:
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschland
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Kaiserreich
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch-Franz%C3%B6sischer_Krieg
https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_I._(Deutsches_Reich)
und aus dem Buch: „Das Haupt der Welt“ von Rebecca Gablé

Bild 1 Germania: von Philipp Veit, Gemeinfrei,
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3095689
Bild 2 Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation, 10. Jhrt. CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=629474
Bild 3 Deutsches Reich: von Ziegelbrenner - own drawing/Source of Information: Putzger – Historischer Weltatlas, 89. Auflage, 1965, CC BY-SA 3.0,
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3387306
Bild Krönung Wilhelms I. zu Königsberg 1861, von Adolph Menzel - Wulf D. Wagner, Heinrich Lange: Das Königsberger Schloss. Eine Bau- und Kulturgeschichte. Schnell & Steiner, Regensburg 2011, ISBN 978-3-7954-1953-0, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10295081

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